Kapitel I Lyrics


!!!The poem stretches across the six chapters!!!

Ein Gedicht - Sterbender Stern

Blickend auf eine zerschmetterte Seele

Gleich welchen Weg ich auch wähle

Ich sehe Schatten, die sich endlos dehnen

In einem Meer voll leerer Tränen

Kein Wort und auch kein Reimen

Wird diesen Schmerz jemals einen

Ein Leiden getragen durch endlose Längen

Von hier bis zum Himmel, wo die Sterne hängen



Seelennackt am kalten Ufer kniend

Die Hände schon im Sand verschlungen

Schwindet das Rot am Horizont

Mein Kopf sinkt zu Boden

Das Farbenspiel entrinnt

Geschwind

Schläft der Himmel dann

Unter seiner schwarzen Decke

Und sehnt sich schon jetzt

Nach dem warmen Kuss der Sonne



Unter dem Mond,

In den farbenlosen, fahlen Fängen

Der Nacht, bewacht mich dennoch Etwas...

Obwohl die Tränen in die Tiefen stürzen

Steigen die Winde und wühlen im Sand

Sie bringen mir das Salz des Meeres

Es ist mir so vertraut, als wär' es

Der Geschmack meiner Tränen selbst

Der von weiten Wegen her zu mir fand



Vielleicht kreist er auch schon ewig hier

Und ich merke gar nicht, wie die Zeit vergeht

Vielleicht liege ich schon seit Stunden hier

Und merke nicht, dass nur noch ein Gedanke steht

Alles ist vergangen

Alles ist verweht

Das Meer weicht nun von mir...

Und wendet sich zum vollen Mond, ganz dicht

Dort wo der Sterbende wohnt, thront das Licht

Und ich wende meinen Körper auf den Rücken

Sehe schöne Sterne, die den Mond beglücken

Vom Körper schwindet der Sand, Stück für Stück

Ein sterbender Stern, der den Himmel schmückt



Ein letztes Mal spricht das Herz von vorn

Ein letztes Mal bricht der Schmerz empor

Ein letztes Mal kühlt das Meer mein Haar

Und ich fühle, wie leer das Leben

Ohne das letzte Lieben war

Und dann kehrt die Sonne wieder...

Singt dann von vorn ihre Lieder

Die mich erwecken am kargen Strand

Und ein Wellenschlag 'rührt meine Hand

Ein kalter Stoß öffnet dann meine Augen

In Gedanken bin ich noch im Glauben

Dass die Dunkelheit mich umschlingt

Und die Einsamkeit mir Tränen bringt



Ein kleiner Funke, ein Glimmen schimmert

Wie ein Echo der Klang verhallt...

Über den zarten Wellen des Meeres toben

Die Böen und Briesen mit den wilden Wogen

Ich sehe Schatten, die sich endlos dehnen

In einem Meer voll leerem Leben

Tränen, die sich so lang schon sehnen

Nach dem kühlen Kuss des Regens

Den die Gedanken uns geben

Und die Nächte uns nehmen

Endlos' Leiden. Endlos...

Wann endet...?

Wann endet...?

Wann endet es bloß?