Wenn jedes Leuchten erloschen ist
Ein Lichtlein scheint, das du mir bist
Gedanken erloschen, mit jedem Sinn
Da frag ich mich, wer ich bin
Du bist die Kerze, rot und blau
Dein kleinster Funke erhellt die Finsternis
Mein Docht scheint mir, tot und rau
Jemand mich der Flammen entriss
Und dennoch wirfst du Schatten her
Von allem, nur von dir selbst nicht mehr
Wie ein Stern auf Erden lebt
Funkelnd und leuchtend von Waerme umschwebt
Da schau ich also und frage mich:
Bin ich geblendet?
Bin ich erhellt?
Und noch immer kein Funke der auf mich faellt'
So steh ich da
Zwischen Licht und Schattenreiter
Je naeher ich dir bin
Desto groeßer werden die dunklen Geister
Ganz nah bei dir, stehe ich
Vermag nicht zu beruehren
Kenn die Schmerzen des Verbrennens
Doch die Waerme wird mich verfuehren
Und so wandelte ich in alten Zeiten
Weiß, es ist kalt in der Finsternis
Kein Funke scheint mehr
Kein Schatten tanzt mehr
Selbst die Gedanken sind leer
Wollt nur ein Funken von deinem Flammenmeer
Und ohne Liebe ist mein Herz
Kann nicht flammen, kann nicht funken
Sogleich eine dochtlose Kerz’
Ist es in der Finsternis versunken
Doch eines stimmt mich immer wieder
Mit viel Schmerz und Trauer
Eine erloeschend Glut mit Schleier,
Steigt auf und schwindet in der Luft.
Was bleibt; der erloschenen Kerze Duft