Es wor zu alter, dunkler Zeit, in der dem Pfaff sei Ansehn gfreit.
Doch wor im Pfaff ka Mensch mehr drinna, a Nachtmahr hat in ihm schee gschpinna!
Er hot den Priester einfach ‘packt und seinn Geist herausgejagt,
So dass im Körper vo dem Herrn der Nachtmahr lugt auf alle Dern.
Das Schreckgespinst wor grausig drin und hat die Dirnen angespien.
Doch wos sollts do, die arma Mägd, amm Pfaffen kahner was noträgt.
Su ham die Dirnen mitgemacht, der Pfaff hat bluß weng dreggerd g’lacht.
Derbei wars finster in ihm drinna, der Nachtmahr hat vor Freid gegrinna!
Und eines Nachts lag drunt im Tal, ein Nebel dicht wie niezumal.
Die Magd Konstanze hat er gjagt, durchs Konvent seinen Furor tragt.
Die arma Fraa hat laut geblägt, als der Pfaff seinn‘ Schwengel regt,
Schreia wollts vor Schrecken und Graus, der Nachtmahr ihr nochher saust!
Der Pfaff ihr an die Wäschen wollt, doch ihrm Gschrei hat er gegrollt.
Die Magd hat sich dann eigesperrt, des hot den Nachtmahr sakrisch gstehrt.
Er schreit ganz laut „du alte Bunz!“ und rennt dervoh mit viel Gegrunz.
Am nächsten Morng die Magd verzweifelt zum Abt sie geht - doch ers verdeifelt..
A alta Hex des is, des is ganz gwieß! Der Abt ihr nur’d Beichten ließ,
Damits gesteht ihra Sünd, von ihrm abgetriemna Kind.
Der Abt schreits oh: „du kehrst na Bock! Und landst jetzt auf na Feierstock.“
So wars halt gwesen in alter Zeit, kaahner hat die Magd befreit.
Ob Unrecht oder Recht es war, des war dem Pfaffen freilich klar.
Dassd Magd war Schuld an Priester‘ Tat, des Nachtmahrs Schabernack ka Mensch’s errat.
So ward die Magd ins Feier triem und is verbrennt als Hex verbliem.
Der Nachtmahr hat nur des erreicht, wassd Leit halt glaum - und des ganz leicht.
Und weils blind glahm, die ganzen Leit, verreckens halt nach kurzer Zeit.
Vor allem hübscha, junge Mägd, die wern vom Nachtmahr zamgelegt.
Verkleid als Pfaff und auch als Abt, hat er scho viel dahingerafft.
In unsrer Kirch iss su bis heit, der Nachtmahr reißt die Weibersleit.