Rimruna - Winterreigen Lyrics


Bislang war so reich die Ernte

Grüne Berge, blühend' Landschaft

Bis man sich vom Brauch entfernte

Verschwendet wurd' ein edel Gut.

Die Weltenmeere stürmten rau

Wasser floss in rauen Mengen

Und schimmerte stets klar und blau

Den Quell des Lebens nicht geehrt.

Eises Zeit - ein Winterreigen

Frühling, Sommer, Herbst entschwunden

Und die Meer' für immer schweigen

Frostes Zorn - bis die Welt vergeht.

Es eines Tages sich begab,

Dass die Sonn' vom Himmel fiel

Die Felder glichen einem Grab

Verflucht war nun der Erdengrund.

Eises Zeit - ein Winterreigen

Frühling, Sommer, Herbst entschwunden

Und die Meer' für immer schweigen

Frostes Zorn - bis die Welt vergeht.

Die Kälte kam, aus Grün wurd' Weiß

Der Vorrat knapp, der Hunger groß

Die Welt regierten Schnee und Eis

Ein unerbittlich' strenger Winter.

Am Morgen trat der Reif hervor

An den Ästen silbern blitzte

Und tief hinein ins Herz sich fror

Mit Grimm die letzte Kraft geraubt.

Die Strafe für all das Gepräng'

War eine trohnend' Winterpracht

Es tönten rings des Frostwinds Kläng'

Geladen war zum letzten Tanz.