Bislang war so reich die Ernte
Grüne Berge, blühend' Landschaft
Bis man sich vom Brauch entfernte
Verschwendet wurd' ein edel Gut.
Die Weltenmeere stürmten rau
Wasser floss in rauen Mengen
Und schimmerte stets klar und blau
Den Quell des Lebens nicht geehrt.
Eises Zeit - ein Winterreigen
Frühling, Sommer, Herbst entschwunden
Und die Meer' für immer schweigen
Frostes Zorn - bis die Welt vergeht.
Es eines Tages sich begab,
Dass die Sonn' vom Himmel fiel
Die Felder glichen einem Grab
Verflucht war nun der Erdengrund.
Eises Zeit - ein Winterreigen
Frühling, Sommer, Herbst entschwunden
Und die Meer' für immer schweigen
Frostes Zorn - bis die Welt vergeht.
Die Kälte kam, aus Grün wurd' Weiß
Der Vorrat knapp, der Hunger groß
Die Welt regierten Schnee und Eis
Ein unerbittlich' strenger Winter.
Am Morgen trat der Reif hervor
An den Ästen silbern blitzte
Und tief hinein ins Herz sich fror
Mit Grimm die letzte Kraft geraubt.
Die Strafe für all das Gepräng'
War eine trohnend' Winterpracht
Es tönten rings des Frostwinds Kläng'
Geladen war zum letzten Tanz.