Nemesis Sopor - Demiurg Lyrics


Blendung durch dein Auge

Täuschung durch dein Wort

Linderung ihr Gebet

Vergebliches Warten auf Licht

Allein müßig nur ihr harrt

Trost ihr Hoffen

Ihr Klagen unerhört

Und nähret euch von der Toren Hauch und Opfer

Nichts edel an dir und gut

Tückischer denn Schlangenbrut

Reizt trügerisch das Irdische

Mit hohlem Werk und Trug

Muss ich mich schämen

Dass ich euch schuf Elysion auf Erden?

Muss ich mich schelten

Dass ich gab und nahm nur was gerecht?

Mit schwächster Hand gelenkt

Entfachst du glänzend Sehnen

Nun dürsten sie nach deiner Gunst

Doch presst du sie schrankenlos

Wie kläglich aus grauem Wolkenzelt (du gabst)

So soll dein Lohn nun sein

Wie achtlos dein Auge wandert

So blind sind wir für dich

So karg der Dank, so arm der Preis

Nun sollt ihr kläglich zittern

Ein letztes Flackern, hoffnungslos

Ein Leben lang verbittern

Der Scheit glimmt verheißend

Gold strömt laut in kalt gewähnte Heime

Funken füllen unser Herz

Mit hoffnungsvollen Träumen

Die Glut entfacht ein Sehnen

Verschüttet unter Scherben

Wer Himmels Groll erregt

Hängt immerdar verloren

Die ew'ge Buße auferlegt

Nun bebt, ihr schlaffen Toren

Dein Name immerfort erkaltet

Kahl wetzt mein klirrend Glutwind Mut

Starrt an den Stein den Flammenräuber

Und ew'ger Schatten Lodern stillt

Aus grauem Himmel brechen Schwingen

Und rauschen bergwärts meinem Blute

Entgegen mir mit glänzend Lidern

Die Klauen senkt in glühend Mitte

Und Hitze reißt aus meiner Brust

Ein stummer Zeuge meines Lohns

Wetzt Regen, Wind und Schnee den Fels

Hängt auch mein Fleisch in ehern‘ Ketten

Wird Tag um Tag die Flamme kleiner

Doch Nacht nie ganz den Funken löscht