Wolfsgebet Lyrics


Wo moosbegrünte Waldesflur umtanz von Nebelschwaden

getraucht in silbernes Sternenlicht wegmütigen Herzen Trost verspricht

dort wandelt ein junges Mädchen allein und singt den Mond zum Gruße

ein Lied voll Sehnsucht von Trauer und Schein die Nacht hört ihre Buße.

'Ach wär ich doch ein Kind der Wälder, Mensch sein das behagt mir nicht!

Viel wohler wäre mir als Tier, ich witme den Wunsch so manchen Gedicht.

Fernab vom Hunger aschener Herzen, seelenloser Raserei erkenn ich die

Wahrheit in stiller Natur, sie nimmt mich zu ihr und ich bin frei!'

Sie schließt die Augen und atmet tief ein, saugt schwarze Nacht füllt ihre Lungen.

sie bohrt die Füße tief in den Grund und läd die Kälte in sich ein.

Die Arme gebreitet, den Blick gen Himmel auf das die Gestirne sie erhörn.

Sie betet zu Gott, sie schreit nach dem Teufel doch keine Macht erbarmt sich ihr.

Vertrauter Seelen gemeinsamer Wunsch eint uns zu jener Stunde.

Auch ich wandle fern den Lichtern der Stadt zum Troste tiefer Wunde.

Ich hör ihre Weise und stimme leis ein, erhebe die Stimme dem Mond zum Gruß.

Ein Lied voll Sehnsucht von Trauer und Schein die Nacht hört unsere Buße.