Der Herbst färbt jährlich seine Blätter, Stürme ziehen über's Land, nass und kalt regiert das Wetter, die Sommerwärme ist verbannt. Im Sterben scheint die Welt zu liegen, und mein Geist mit ihm vereint, denn einen Fluch gilt's zu besiegen, den Fluch genannt Unendlichkeit. Auf den Herbst der Winter folgt, das Laub, es wird vom Schnee verweht, das kalte Weiß begräbt den Stolz vom vielen Grün, das hier gelebt. Doch dieses Ende währt nicht ewig, der Frühling klopft am Weltensarg, niemals rastend, niemals gnädig, außen blühend, innen karg. Jahrtausende Monotonie haben ihn wie mich geprägt, ein ew'ger Winter, Utopie, nie endgültig zur Ruh' gelegt. Sie sprechen vom Kreislauf des Lebens, doch nur im Leben ich mich quäle, tausend Tode sind vergebens, bin eins mit des Herbstes Seele. Lass uns sterben, Blätter fallen, Winter herrschen über allem. Lass uns sterben, schenk uns Frieden, uns're Seelen, lass sie fliegen. Der Herbst färbt jährlich seine Blätter, Stürme ziehen über's Land, nass und kalt regiert das Wetter, die Sommerwärme ist verbannt. Im Sterben schein' ich nun zu liegen, mit dem Herbst mein Geist vereint, und doch: Der Weg des wahren Friedens, ich gehe ihn letztlich allein.