Deine Sinne sind gerade erwacht
Deine Blicke schweifen, alles ist neu und unentdeckt
Als man zu dir tritt und ein Säckchen gibt
Du trägst es noch viele Jahre mit dir herum
Siehst du in manchen Stunden dort hinein
Treffen steinerne Wahrheiten dich am Kopf
Blutige Wunden sind deine treuen Begleiter
Weichen über viele Tage nicht
Auf der grossen Strasse, die du beschreitest
Bemerkst du an den Rändern die Leiber derer
Die zuviel geblickt
Deine Schritte sind fortan schneller
Jahre später, du bist in Eile
Ruft eine Stimme dich zu sich her
Aus einer dunklen Gasse schallt sie wider
Erfasst von grossem Unbehagen gehst du weiter
Am nächsten Tage schon ertönt der Ruf noch einmal
Doch diesmal gibst du mit Widerwillen nach
Den Sack reisst man dir vom gebeugten Rücken
Und zieht ihn dir übers Haupt
Schwankend verlässt du die dunkle Nische
Deine Welt, die Strassen, Häuser, Menschen
Und nicht zuletzt dein Inneres
Findest du umgestülpt wieder
Jeden Schritt, den du fortan tust
Ist zur falschen Seite hin
Willst du einem ausweichen
Immer stellst du dich in den Weg
Zunächst will man dir behilflich sein
Gibt sich geduldig mit dir
Und zeigt Verständnis für deine Verwirrung
Doch es währt nicht lang
Du beisst dich fest in dem Sack
Den man von deinem Haupt zu reissen versucht
Und als sie merken, dass alle Mühe vergebens
Werfen sie Steine, bis sich rote Blüten öffnen
Auf dem Stoff der dich umgibt