Lintwvrm Ime Pallatz Lyrics

Album: Wyrm

Auf stillem Feld

Wie Mausoleen

Einer alten Welt

Glanzlos güld'ne Gräber stehn

Mahnend

Aller Pracht beraubt

Vergessen, leis

Und tot geglaubt

Von unter der Erde

Zum Menschenhaus

Über Gottes Garten

Fliegt die Vipper und brüllt heraus:

Ich bin der Hunger!

Bin Feuer, Qualm und Ruß!

Ich bin Schuppe, Klaue und Zahn

Ein Geist der stets zanken, erobern, verschlingen muss

Ich bin der Schatten

In dem der Tag ertrinkt

Ich bin der Hunger

Der allein sich selbst bezwingt

Alte Gier

Getrieb'ner Geist

(Der) Sich unbeirrt (durch)

Gold, Stein und Seide beißt

In den Mauern kalt

Regt sich stolze Wut

Schlängelnd, windend, hungrig, alt

Fleischgeword'ne Höllenglut

Wo einst Banner

Thron und Krone war'n

Streiter, Sänger, Herd und Kammer

Stein und Eisen, Haut und Haar

Lebt nun ein neuer Prinz

Und baut mit jedem Biss

Sich Hort und Gruft

Bankett und Blutgerüst

Wenn letztlich Turm

Und Balken bricht

Der satte Wurm

mit Feuerodem spricht:

Ich bin der Hunger!

Bin Feuer, Qualm und Ruß!

Ich bin Schuppe, Klaue und Zahn

Ein Geist der stets zanken, erobern, verschlingen muss

Ich bin die Flamme

In der die Nacht verbrennt

Ich bin der Hunger

Der keinen Frieden kennt

Erst wenn mein Leib den letzten Winkel füllt

Mich in Leichentuch aus Stein und Mörtel hüllt

Bis zum letzten Schlag von diesem Herz

Sei mein Hunger größer als mein Schmerz

Über leise Orte

(und) Trümmer alter Kaiserhallen

diese letzten Worte

von den Bergen widerhallen:

Ich war der Hunger

Unstillbar bis zur letzten Stund'

Ich war der Hunger

Bis kein Platz mehr war in meinem Schlund

Ich war der Hunger

Auch wenn sich schon ewig keine Klaue rührt

Ich war der Hunger

Auch wenn die Schwinge keinen Wind mehr spürt

Ich war der Hunger

Bis der Hunger mich gerichtet hat

Ich war der Hunger

Und nun bin ich satt