Zu neuen Ufern
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Ich hör die Zeit, wie sie sich über mein Leben legt
War ich nicht Gestern noch ein Kind
spielte im Garten umringt von tausend kleinen Sternen
Wo sind meine Träume nur geblieben
Ich breche aus, laufe im Kreis und gegen Wände
Es dröhnt der Kopf, ich warte auf das Ende
Schwärze baut sich auf
Stumme Fragmente vor meinem inneren Auge
Ist dies der Weg, den ich gewählt hab?
Fiebertanz, nackt und rein
Ihm folgt ein Schatten aus der Anderswelt
Fiebertanz, der Raum beginnt zu brennen
als sich langsam eine Stimme Meiner bemächtigt
Lauf, lauf, die Sonne wird dir folgen
dies ist deine Zeit, du musst nun gehen
Lauf, lauf, das Meer wird dir vergeben
dies ist deine Zeit, du musst nun gehen
Auf zu neuen Ufern, das Schiff drängt, die Kette sprengt
der Kapitän ist längst von Bord
Wellen schlagen gegen den Bug, nur das Meer weiß was ich such
dies ist meine letzte Reise
Vorbei an Riffen, vorbei am Leben, bin ich gestrandet
auf einer Insel weitab der Welt
unberührt, so will auch ich sein, jenseits der Wellen
In ihrem Herzen schlägt ein Baum
In seinem Schatten werd ich nun vergehn
In seinem Schatten werd ich vergehen