Gran och dagg Lyrics


Das kranke Herz des Himmels

bricht für tausend Jahre

Die Glut erstickt im feuchten Keim

ein blasser Schatten kehrt heut' ein

Kehr' ein, entfliehe dem Geäst

der Sturm singt seine Lieder

Von alten Fichten und jungem Tau,

von kaltem Nass und tiefem Grau

Kehr' ein!

Die Sinne sind gerostet

die Zeit trübte den Blick

Tiefe Moore, dichter Wald

beschwerlich war der Weg

Ferne Diel'n und Kacheln

sind das letzte Ziel

Wo alte Saat entflammt

und neues Glück entspringt

Das Lodern ferner Feuer

beschwingt zur letzten Stund'

Der alte Geist erklimmt den Fels

des grauen Riesens Schlund

Nun zieht er ein, der schwache Geist

Der Fuchs, sein einstiger Begleiter

Ein letzter Blick zum Waldesrand

ein letztes Mal siegt Einsamkeit,

der Wahn, die Flut, die Kälte

Das weiße Holz ragt hoch empor

sperrt ihn in den Schoß

Rostige Öfen wärmen den Geist

zu lang ist er gereist

Was tausend Jahre währt,

entzieht sich jedem Sinn

Wo Feuer ewig lodern

hört man keine Stimmen

Schritt für Schritt jagt er sich selbst

bis zum letzten Tag

Nadelholz und Birkenstamm

sind Dach und Heim und Sarg

Entfremdet ist der Tag

die Nacht hält ewig an

Schatten schwinden in das Moos

die Erde rückt heran