Ein grauer Schleier legte sich Über das karge Land Nass und kalt und unwirtlich Das letzte Gold der Kronen schwand Dichte Nebelschwaden nahmen die Sicht Auf einstmals Grün erblühte erster Frost Lichte Sonnenstrahlen wärmten nicht Doch in den Häusern schenkten Öfen Trost Flammen tanzten im Kamin Versprachen uns Behaglichkeit Doch die Kälte wollte nicht entfliehen Umklammerte den bleichen Leib Der Winter hatte leichtes Spiel Tobte unbarmherzig über’s Land Verheerte was zum Opfer fiel Und auch etwas in mir dort sein Ende fand Reich gedeckte Tafeln Die Kelche waren stets gut gefüllt Und dennoch wurde ich nicht satt Mein Durst wurde einfach nicht gestillt In meinen Höhlen prangten Augen Doch sah ich keine Farben mehr Kein Lächeln schmückte meine Lippen Die Heiterkeit des Frühlings so lang her Wann bin ich gestorben? Warum schmeckt jeder Tag so leer? Wohin ist nur der Duft der Kindheit? Und warum wiegt mein Herz so schwer? Warum? Warum? Warum? Meine Zeit verrinnt mit jedem Augenblick Doch mein Leben bleibt stumpf und starr Kein Voran und kein Zurück Ein Geist dessen was einst mal war