Man mästet die arglosen Herzen mit Leid und mit Pein Kindertränen nähren verbranntes Land Missgebildet und verstümmelt verwest die Unschuld am Wegesrand So war es stets und so soll es immer sein Denn dies ist die Beste aller möglichen Welten Man gebärt die Schwachen auf der Schlachtbank Ein Tätscheln primitiver Triebe Suhlt sich in Moral so falsch es macht krank Das Brot der Betuchten verschimmelt im Dreck Doch fern aller Münder der hungernden Sünder Skrupellos und grausam lebt es sich wie die Made im Speck Denn dies ist die Beste aller möglichen Welten Die hohen Himmel blicken herab auf den Genozid, auf ein Massengrab Alles was lebt, alles was nicht, wird geschändet, verendet im Angesicht Einer Omnipotenz, die sich nicht schert, jedes Gebet, jedes Flehen verwehrt Einer Omnipotenz, die nicht existiert oder schlimmer noch: all dies erst initiiert... Fressen und gefressen werden Dies scheint die einzig’ Maxime auf Erden Ist es anmaßend zu denken, dass ein Mensch Gottes Plan versteht? Oder vielmehr töricht zu glauben, dass ein solcher überhaupt besteht Leiden für die Läuterung? Und Dunkel um das Licht zu verstehen? Vielleicht Doch Glauben auch als Erklärung Um das Unbekannte zu verstehen Die Massen lieben es zu folgen, brauchen jemanden der sie lenkt Brauchen Gesetze und Gebote, ein Konstrukt, das Trost ihnen schenkt Ein jeder denkt er sei anders, doch alle suchen sie nach Sinn Und können nicht das blinde Chaos akzeptieren Das wahnsinnige Kind dessen Spielzeug wir nun mal sind…