Theodysee Lyrics

by Drud
Album: Omega

Man mästet die arglosen Herzen mit Leid und mit Pein

Kindertränen nähren verbranntes Land

Missgebildet und verstümmelt verwest die Unschuld am Wegesrand

So war es stets und so soll es immer sein

Denn dies ist die Beste aller möglichen Welten

Man gebärt die Schwachen auf der Schlachtbank

Ein Tätscheln primitiver Triebe

Suhlt sich in Moral so falsch es macht krank

Das Brot der Betuchten verschimmelt im Dreck

Doch fern aller Münder der hungernden Sünder

Skrupellos und grausam lebt es sich wie die Made im Speck

Denn dies ist die Beste aller möglichen Welten

Die hohen Himmel blicken herab auf den Genozid, auf ein Massengrab

Alles was lebt, alles was nicht, wird geschändet, verendet im Angesicht

Einer Omnipotenz, die sich nicht schert, jedes Gebet, jedes Flehen verwehrt

Einer Omnipotenz, die nicht existiert oder schlimmer noch: all dies erst initiiert...

Fressen und gefressen werden

Dies scheint die einzig’ Maxime auf Erden

Ist es anmaßend zu denken, dass ein Mensch Gottes Plan versteht?

Oder vielmehr töricht zu glauben, dass ein solcher überhaupt besteht

Leiden für die Läuterung?

Und Dunkel um das Licht zu verstehen?

Vielleicht

Doch Glauben auch als Erklärung

Um das Unbekannte zu verstehen

Die Massen lieben es zu folgen, brauchen jemanden der sie lenkt

Brauchen Gesetze und Gebote, ein Konstrukt, das Trost ihnen schenkt

Ein jeder denkt er sei anders, doch alle suchen sie nach Sinn

Und können nicht das blinde Chaos akzeptieren

Das wahnsinnige Kind dessen Spielzeug wir nun mal sind…