Tausend Maden tanzen im noch warmen Mutterleib Fressen sich, ganz unbedacht, in die bitterkalte Nacht Tausend Larven träumen unterm scharlachroten Himmelszelt Von blühenden Kadavern und Aas der sie am Leben hält Tag aus, Tag ein, der Leierkasten spielt für sie Tag aus, Tag ein, die Inszenierung endet nie Tag aus Tag ein, der Leierkasten spielt für sie Tag aus, Tag ein, die Inszenierung endet nie Tausend Maden tanzen, doch eine vermag es nicht Apathisch sehnt sie sie nach Schlaf und einem Sarg in den sie kriechen darf Larventränen spinnen Reinkarnation, Kokons wie viel zu flache Gräber Mit Flügeln aus Scham entsteigt sie dem Exil, ein Cherub der Abscheulichkeit Entartet, verdreht, diese Entität, die auch mit Engelsschwingen doch nur Ungeziefer bleibt Ohne Rast und ohne Ziel, tanze ich wie ein Blatt im Wind Zu einer Melodie, die mir missfällt, in einem Märchen, das vom Leben erzählt Zahllos sind die Horden, doch nicht ihre Gesichter Das Saatgut des Despoten lauert in jeder Brust Ein Geist ist schnell verdorben und aus Narren werden Richter Denn das Gift durchfließt uns allesamt - ist ihnen das denn nicht bewusst? Tausend Maden tanzen, doch wer kann es ihnen verdenken? Denn abseits dieser Bühne klafft nur unheilvoll das weite Nichts Eine Tiefe, die wir nicht verstehen droht uns zu ertränken Und so nähen wir der Larve Maske in unser Angesicht Ohne Rast und ohne Ziel, tanze ich wie ein Blatt im Wind Zu einer Melodie, die mir missfällt, in einem Märchen, das vom Leben erzählt Larvenmaske!