Larvenmaske Lyrics

by Drud
Album: Omega

Tausend Maden tanzen im noch warmen Mutterleib

Fressen sich, ganz unbedacht, in die bitterkalte Nacht

Tausend Larven träumen unterm scharlachroten Himmelszelt

Von blühenden Kadavern und Aas der sie am Leben hält

Tag aus, Tag ein, der Leierkasten spielt für sie

Tag aus, Tag ein, die Inszenierung endet nie

Tag aus Tag ein, der Leierkasten spielt für sie

Tag aus, Tag ein, die Inszenierung endet nie

Tausend Maden tanzen, doch eine vermag es nicht

Apathisch sehnt sie sie nach Schlaf und einem Sarg in den sie kriechen darf

Larventränen spinnen Reinkarnation, Kokons wie viel zu flache Gräber

Mit Flügeln aus Scham entsteigt sie dem Exil, ein Cherub der Abscheulichkeit

Entartet, verdreht, diese Entität, die auch mit Engelsschwingen doch nur Ungeziefer bleibt

Ohne Rast und ohne Ziel, tanze ich wie ein Blatt im Wind

Zu einer Melodie, die mir missfällt, in einem Märchen, das vom Leben erzählt

Zahllos sind die Horden, doch nicht ihre Gesichter

Das Saatgut des Despoten lauert in jeder Brust

Ein Geist ist schnell verdorben und aus Narren werden Richter

Denn das Gift durchfließt uns allesamt - ist ihnen das denn nicht bewusst?

Tausend Maden tanzen, doch wer kann es ihnen verdenken?

Denn abseits dieser Bühne klafft nur unheilvoll das weite Nichts

Eine Tiefe, die wir nicht verstehen droht uns zu ertränken

Und so nähen wir der Larve Maske in unser Angesicht

Ohne Rast und ohne Ziel, tanze ich wie ein Blatt im Wind

Zu einer Melodie, die mir missfällt, in einem Märchen, das vom Leben erzählt

Larvenmaske!