Nach der Schlacht (2012) Lyrics


Sie sind so schrecklich alt geworden

in ihren Augen kannst Du's seh'n

den all das Fechten, Bluten, Morden

ließ fünfzig Jahre schnell vergeh'n

Die Stimme ihres Vaterlandes

war es, die sie zum Kampfe rief

doch trotz des murrenden Verstandes

saß Stolz und Ehre viel zu tief

Mit Trommelschlag, Trompetenklang

ziehen sie eilig nun voran

Brüderlichkeit und Einheitstracht

doch was bleibt davon

- nach der Schlacht?

Sie sind schrecklich hart geworden

und tragen manche stolze Zier

aus Narben werden bald schon Orden

und aus dem Menschen wird ein Tier

In Donnerhall und Trommelfeuer

mit Tränenklang und Todesglut

da wird der Mensch zum Ungeheuer

und der Verzweiflung weicht der Mut

Mit Marschbefehl und Schießbeschluss

kämpfen sie tapfer bis zum Schluss

Den toten Brüdern wird gedacht

doch noch nicht jetzt, erst

- nach der Schlacht

Sie sind so schrecklich kalt geworden

es brennt kein Seelenfeuer Horden

Unter dem Sturm feindlicher Horden

schmilzt rasend schnell das stolze Heer

Sie weichen weiter, immer weiter

Die Stellung hält bald keiner mehr

Sie waren jung und stolz und heiter

nun sind sie alt und tränenschwer

Mit lahmem Bein und bösen Träumen

sieht man sie die Felder räumen

Es kam der Krieg mit aller Macht

was bleibt ist Stille nur

- nach der Schlacht